05.09.08
WOW !!!!!!!!!
Die Stockholmer Stadtverwaltung sucht für den stadteigenen Konzern SL („Stockholms Lokaltrafik“, frei übersetzt „Stockholmer Kommunalverkehr“) eine Partnerfirma die von 2009 an die Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbessern soll. Eines der Probleme hier in Stockholm ist, daß viele U-Bahnzüge einfach nicht pünktlich ankommen. Beispielsweise schaffen es nur 89% der Züge auf der „grünen“ Linie geplante Ankunftszeiten einzuhalten. Die „rote“ und „blaue“ Linie sind da schon etwas zuverlässiger, mit Vergleichsziffern von 95% und 97%. Aber halt immer noch weniger pünktlich als U-Bahnlinien in anderen Grossstädten. Tokio bespielsweise, wo 99% aller Züge pünktlich ankommen obwohl man mit 3,8 Millionen Fahrgästen täglich dort ein vielfaches mehr an Passagieren transportiert als in der Schwedischen Hauptstadt.
Jetzt hat die europäische Tochtergesellschaft der Firma MTR aus Hong-Kong der Stockholmer Stadtverwaltung ein Angebot im laufenden Bewerbungsverfahren gemacht. Bei einem Besuch der Europabosse von MTR in Stockholm äusserte sich Jeremy Long, das höchste Tier, sich dann nicht nur zu mangelnder Pünktlichkeit sondern auch zum Thema „Sauberkeit“ in den örtlichen Nahverkehrsmitteln. Ich zitiere wortwörtlich:
Die Reinlichkeit in der Stockholmer U-Bahn ist nicht die allerbeste.
Der gute Mann spricht mir aus der Seele. Man kann nur hoffen, daß sich dies mit der Übernahme einer ausländischen Firma zum Besseren änderen würde. Unter anderem hat auch die Deutsche Bahn Interesse angemeldet. Schau’n wir mal ….
04.27.08
Skål !
Sauberes Trinkwasser sollte man sich doch gerade hier in Stockholm erwarten können. Bis vor wenigen Jahren hat man hier jedes Jahr im Sommer ein „Wasserfestival“ abgehalten, und damit unter anderem auf die tolle Wasserqualtität hinweisen wollen. Der Vorsitzende der Stockholmer Hotel- und Gaststättenbranche Mats Hulth hat damals auch mal ein Glas Wasser direkt aus dem Riddarfjärden getrunken, um zu Publicityzwecken zu zeigen wie sauber die Gewässer hier in der Stockholmer Innenstadt seien. Damals schon hat er sich eine Durchfallerkrankung eingefangen, was wohl nicht Sinn und Zweck der Sache war ….
Heute konnte man in den Nachrichten hören, daß Trinkwasser in Stockholm mittlerweile mehr an aktiven Arzneimitteln und deren Abbaubprodukten enthält als beispielsweise Trinkwasser in Amsterdam, Manchester oder in New York. Betablocker (Metoprolol), Schmerz- und Entzündungsdämpfende Preparate (Ibuprofen, Naproxen) und schon vor einiger Zeite konnte man auch Antidepressiva nachweisen. Überrascht?
Natürlich hört man von offizieller Seite, daß man diese Substanzen nur in so geringen Mengen nachweisen konnte die für Menschen nicht gefährlich seien. Und natürlich kein Wort darüber wie allerdings das Ökosystem in diesen Binnenseen beeinträchtigt wird, bzw wie solche Substanzen sich im Körper von Fischen anreichern, die ja schliesslich von Menschen verzehrt werden. Wäre ja zu viel verlangt, mal ein bisschen weiter zu denken ….
Zum Wohl !
04.26.08
Sauber?
Immer wieder hört man Deutsche davon schwärmen wie sauber doch alles gewesen sei, beim Urlaub in Schweden …

Komisch, wenn ich morgens durch Stockholm laufe, und das Wetter am Vorabend gut war dann sieht es im Normalfall in öffentlichen Parks und Grünanlagen immer alles andere als sauber aus.