Betrachtungen aus dem Land von Pippi Langstrumpf
Nach vielen Jahren in Schweden ist es eigentlich an der Zeit für mich einen Beitrag zur allgemeinen Auffassung von Schweden, dem Land und dessen Einwohnern zu leisten. Denn im Kontakt mit Touristen aus Deutschland ist mir genauso, wie in der deutschen Medienberichterstattung aufgefallen wie gerne man Schweden eigentlich immer als Vorbild, als Vorreiter, als etwas ausgesprochen Positives, Nettes, Freundliches und Wunderbares präsentiert bekommt. Wobei dann aber dieses Urteil oft nur auf Erlebnissen aus einer Woche Kurzurlaub gründet und in der Regel keinerlei tieferes Verständniss vorhanden ist.
Diesem Inga-Lindström-Traumbild von Scheden ein wenig mehr Alltagsrealität zu verleihen, soll Sinn und Zweck dieses Bloggs sein. Valhall war in der skandinavischen Mythologie die Burg Odins, in die Krieger die im Kampf gefallen waren nach dem Tode einziehen konnten. Dort sollen diese Krieger der Sage nach dann nach ständig neuen Kämpfen mit mystischen Riesen jeden Tag neu auferstehen und an Festgelagen mit den Göttern teilnehmen.
Narrhall, als Titel dieses Bloggs ist eine augenzwinckernde Anspielung auf Valhall. Viele Schweden sehen sich als das morlisches Gewissen des Erdballs, als Gottes Geschenk an die Menschheit, wobei aber das oft närrische Treiben der Schweden im Alltag oft von ausgesprochen wenig Gottesbegnadung zeugt.