04.27.08
Skål !
Sauberes Trinkwasser sollte man sich doch gerade hier in Stockholm erwarten können. Bis vor wenigen Jahren hat man hier jedes Jahr im Sommer ein “Wasserfestival” abgehalten, und damit unter anderem auf die tolle Wasserqualtität hinweisen wollen. Der Vorsitzende der Stockholmer Hotel- und Gaststättenbranche Mats Hulth hat damals auch mal ein Glas Wasser direkt aus dem Riddarfjärden getrunken, um zu Publicityzwecken zu zeigen wie sauber die Gewässer hier in der Stockholmer Innenstadt seien. Damals schon hat er sich eine Durchfallerkrankung eingefangen, was wohl nicht Sinn und Zweck der Sache war ….
Heute konnte man in den Nachrichten hören, daß Trinkwasser in Stockholm mittlerweile mehr an aktiven Arzneimitteln und deren Abbaubprodukten enthält als beispielsweise Trinkwasser in Amsterdam, Manchester oder in New York. Betablocker (Metoprolol), Schmerz- und Entzündungsdämpfende Preparate (Ibuprofen, Naproxen) und schon vor einiger Zeite konnte man auch Antidepressiva nachweisen. Überrascht?
Natürlich hört man von offizieller Seite, daß man diese Substanzen nur in so geringen Mengen nachweisen konnte die für Menschen nicht gefährlich seien. Und natürlich kein Wort darüber wie allerdings das Ökosystem in diesen Binnenseen beeinträchtigt wird, bzw wie solche Substanzen sich im Körper von Fischen anreichern, die ja schliesslich von Menschen verzehrt werden. Wäre ja zu viel verlangt, mal ein bisschen weiter zu denken ….
Zum Wohl !