Donnerstag, 19 Juni, 2008

Deutschland, Deutschland über alles ….

Veröffentlicht in Hass gegen Deutsche, Mentalität tagged , um 2:40 pm von Knäcke Blöd

Jetzt wo ja gerade die Fußball-EM abläuft ist den Organisatoren dort etwas peinliches passiert. Während des Abspielens der Deutschen Nationalhymne verdribbelt sich das eidgenössische Fernsehen. Während Ballack, Lehmann und Co. „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland“ anstimmten, blendete Swiss Text „Deutschland, Deutschland über alles“ ein. Natürlich wird kein vernünftiger Mensch diesen Irrtum überbewerten, nachdem sich der Verantwortliche der Schweizer TV-Gesellschaft ja auch gleich dafür entschuldigt hat.

Schlimmer, viel schlimmer finde ich dagegen was ich im Schwedischen Fernsehen mitanhören musste. Jesper Hussfelt vom TV4, die das Spiel Deutschland – Kroatien übertragen haben, kommentiert mit leicht süssifantem Unterton die deutsche Nationalhymne folgendermassen

… den tyska nationalsången inleds lagom ödmjukt med „Deutschland, Deutschland über alles“

Bis heute hat bei TV4 trotz lauter Proteste aus der Öffentlichkeit zu diesem Fehltritt noch niemand einen Kommentar oder eine Stellungnahme abgebeben. Ins Deutsche würde man diesen Satz ungefähr so übersetzen: „Die Deutsche Nationalhymne beginnt mit nicht zu viel, nicht zu wenig der demütigen Worte „Deutschland, Deutschland über alles“.

Ich hab seine Aussage folgendermassen aufgefasst: „Jetzt die großkotzige Nationalhymne Deutschlands eingeleitet mit den Worten …. “ aber wahrscheinlich haben ich und all die anderen, die diesen „Fehltritt“ mitbekamen, das natürlich nur missverstanden.

Montag, 26 Mai, 2008

Vorsicht: Quecksilber in Fisch !

Veröffentlicht in Umweltschutz tagged , , um 9:28 am von Knäcke Blöd

In ganz Schweden weisen gefangene Fische aus den meisten Seen Quecksilberwerte auf die über den zugelassenen Grenzwerten liegen. Schon während der 80iger Jahre im letzten Jahrhundert hatte die zentrale Schwedische Lebensmittelbehörde aufgrund der hohen Verunreinigung mit Quecksilber ein Verbot erteilt Fische aus tausenden von Seen als Lebensmittel zu verkaufen. Dieses Verbot wurde Anfang der 90iger dann aufgehoben. Aber mittlerweile steigt die Belastung mit diesem Schadstoff aber jährlich schon seit fast einem Jahrzehnt wieder mit mehreren Prozent.

Möchte nur allzu gerne wissen wie viele Deutsche Freizeitangler während des Sommerurlaubs sich hier mit diesem Gift vollpfropfen ….

Freitag, 9 Mai, 2008

WOW !!!!!!!!!

Veröffentlicht in Stockholm tagged , , , um 9:26 pm von Knäcke Blöd

Die Stockholmer Stadtverwaltung sucht für den stadteigenen Konzern SL („Stockholms Lokaltrafik“, frei übersetzt „Stockholmer Kommunalverkehr“) eine Partnerfirma die von 2009 an die Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbessern soll. Eines der Probleme hier in Stockholm ist, daß viele U-Bahnzüge einfach nicht pünktlich ankommen. Beispielsweise schaffen es nur 89% der Züge auf der „grünen“ Linie geplante Ankunftszeiten einzuhalten. Die „rote“ und „blaue“ Linie sind da schon etwas zuverlässiger, mit Vergleichsziffern von 95% und 97%. Aber halt immer noch weniger pünktlich als U-Bahnlinien in anderen Grossstädten. Tokio bespielsweise, wo 99% aller Züge pünktlich ankommen obwohl man mit 3,8 Millionen Fahrgästen täglich dort ein vielfaches mehr an Passagieren transportiert als in der Schwedischen Hauptstadt.

Jetzt hat die europäische Tochtergesellschaft der Firma MTR aus Hong-Kong der Stockholmer Stadtverwaltung ein Angebot im laufenden Bewerbungsverfahren gemacht. Bei einem Besuch der Europabosse von MTR in Stockholm äusserte sich Jeremy Long, das höchste Tier, sich dann nicht nur zu mangelnder Pünktlichkeit sondern auch zum Thema „Sauberkeit“ in den örtlichen Nahverkehrsmitteln. Ich zitiere wortwörtlich:

Die Reinlichkeit in der Stockholmer U-Bahn ist nicht die allerbeste.

Der gute Mann spricht mir aus der Seele. Man kann nur hoffen, daß sich dies mit der Übernahme einer ausländischen Firma zum Besseren änderen würde. Unter anderem hat auch die Deutsche Bahn Interesse angemeldet. Schau’n wir mal ….

Dienstag, 6 Mai, 2008

Sauber – Teil 2

Veröffentlicht in Umweltschutz tagged , , , , , , , , , um 11:08 am von Knäcke Blöd

Nach Artikeln über Müll in öffentlichen Parks und Arzneimitteln im Stockholmer Binnensee Riddarfjärden, jetzt mal ein paar Zahlen zu Umweltverschmutzung in unterschiedlichen Gegenden in Schweden.

Auf einer Liste der schwedischen Umweltschutzbehörde („naturvårdsverket„) kann man von 38 „Objekten“ erfahren, von denen aufgrund sehr hoher Konzentrationen an Giften unmittelbare Bedrohung für die umliegenden Ökosysteme ausgehen. Darunter auch die bei Deutschen Touristen sehr bekannte Kristallglasfabrik Kosta. Man schätzt, daß so um die 420 Tonnen Arsenik, 27 Tonnen Kadmium und 30 Tonnen Blei in den verstreuten Arealen der Kristallglashersteller im „Glasreich“ in Småland in der Erde lagern.

Aber auch die Textilherstellung in Borås hat Spuren hinterlassen. In Grundablagerungen von örtlichen Gewässern findet man dioxin, DDT, Zink und Krom in hohen Konzentrationen. Seit vielen Jahren diskutiert man eine gezielte Sanierung, aber nachdem kein Geld dazu vorhanden ist geschieht auch nichts.

Im Ekagebiet am See Bengtsbrohöljen liegen seit der Stilllegung einer Chlor- und Chlorkalkfabrik im Jahr 1925 immer noch geschätzte 16 Tonnen Quecksilber und jede Menge anderer Gifte in den Erdmassen. Wo man doch heutzutage sich darüber im Klaren sein sollte, wie toxisch doch vor allem die organischen Verbindungen des Quecksilbers sind, wenn sie mit der Nahrung aufgenommen werden.

Aber von all diesem Dreck sehen Deutsche Touristen ja wohl kaum was … oder? Nein, natürlich nicht, diese verpesteten Industrieareale besichtigt man ja nicht, und denkt wohl auch nicht so weit, daß da alleine im Glasreich in Småland ungefähr 44kg Arsenik, 12kg Kadmium und 165kg Blei jährlich ins Grundwasser übergehen.

Sonntag, 27 April, 2008

Skål !

Veröffentlicht in Stockholm, Umweltschutz tagged , um 10:11 pm von Knäcke Blöd

Sauberes Trinkwasser sollte man sich doch gerade hier in Stockholm erwarten können. Bis vor wenigen Jahren hat man hier jedes Jahr im Sommer ein „Wasserfestival“ abgehalten, und damit unter anderem auf die tolle Wasserqualtität hinweisen wollen. Der Vorsitzende der Stockholmer Hotel- und Gaststättenbranche Mats Hulth hat damals auch mal ein Glas Wasser direkt aus dem Riddarfjärden getrunken, um zu Publicityzwecken zu zeigen wie sauber die Gewässer hier in der Stockholmer Innenstadt seien. Damals schon hat er sich eine Durchfallerkrankung eingefangen, was wohl nicht Sinn und Zweck der Sache war ….

Heute konnte man in den Nachrichten hören, daß Trinkwasser in Stockholm mittlerweile mehr an aktiven Arzneimitteln und deren Abbaubprodukten enthält als beispielsweise Trinkwasser in Amsterdam, Manchester oder in New York. Betablocker (Metoprolol), Schmerz- und Entzündungsdämpfende Preparate (Ibuprofen, Naproxen) und schon vor einiger Zeite konnte man auch Antidepressiva nachweisen. Überrascht?

Natürlich hört man von offizieller Seite, daß man diese Substanzen nur in so geringen Mengen nachweisen konnte die für Menschen nicht gefährlich seien. Und natürlich kein Wort darüber wie allerdings das Ökosystem in diesen Binnenseen beeinträchtigt wird, bzw wie solche Substanzen sich im Körper von Fischen anreichern, die ja schliesslich von Menschen verzehrt werden. Wäre ja zu viel verlangt, mal ein bisschen weiter zu denken ….

Zum Wohl !

Samstag, 26 April, 2008

Sauber?

Veröffentlicht in Stockholm tagged , , um 5:43 pm von Knäcke Blöd

Immer wieder hört man Deutsche davon schwärmen wie sauber doch alles gewesen sei, beim Urlaub in Schweden …

Tantolunden auf Södermalm in Stockholm

Komisch, wenn ich morgens durch Stockholm laufe, und das Wetter am Vorabend gut war dann sieht es im Normalfall in öffentlichen Parks und Grünanlagen immer alles andere als sauber aus.

Dienstag, 22 April, 2008

Nazischwein !

Veröffentlicht in Hass gegen Deutsche, Mentalität tagged , , , , um 7:57 pm von Knäcke Blöd

Peter Antoine arbeitet als Fussballtrainer und als Fussballkommentator für den schwedischen Fernsehsender TV4. Und er ist Deutscher …

Er wurde vor einigen Tage bei seiner Ankunft am Stockholmer Hauptbahnhof von 2 Männern überfallen, niedergeschlagen, getreten und als „Deutscher Teufel“ und „Nazischwein“ beschimpft. Zum Glück konnten ihm Wachleute zu Hilfe eilen und Schlimmeres verhindern. Im Krankenhaus wurden mehrere Rippenbrüche diagnostiziert und Platzwunden im Gesicht genäht.

Es kommt zwar ausgesprochen selten vor, daß Schweden ihren Hass Deutschen gegenüber so offen zeigen, aber jeder Deutsche der hier längere Zeit gelebt hat wird mir beipflichten, daß in der Schwedischen Bevölkerung viel Antipathie gegen Deutsche herrscht.

Naja … die übliche Art und Weise der Schwedischen Vergangenheitsbewältigung halt. Wer mehr über die Geschichte Schwedens und die diplomatischen Kontakte zu Hitler erfahren möchte, sollte unbedingt Staffan Thorsell’s Buch „Mein lieber Reichskanzler!“ lesen. Ich hab leider keinerlei Ahnung ob dieses Buch in’s Deutsche übersetzt vorliegt. Es vermittelt auf jeden Fall ein Bild von Schweden das viele leider nicht kennen, und vor dem viele Schweden am liebsten die Augen verschliessen wollen. Von daher meine Anspielung auf „schwedische Vergangenheitsbewältigung“.

Ein anderes Beispiel (eines von vielen) das den etwas „komplizierten“ Standpunkt vieler Schweden zu uns Deutschen illustrieren könnte ist eine Aussage von Leif Östling, dem Chef des schwedischen Lastwagenherstellers Scania. Im Zusammenhang mit Spekulationen über eine eventuelle Übernahme von Scania durch den deutschen Fahrzeugkoncern MAN, hatte Leif Östling im Schwedischen TV8 einen „Blitzkrieg”-Vergleich bemüht, in dem er die MAN-Bemühungen in die Nähe von Nazi-Strategien aus dem zweiten Weltkrieg gerückt hatte. Als „sehr unglückliche emotionale Äußerung”, die aber „vor dem Hintergrund eines seit Monaten anstehenden feindlichen Übernahmeangebotes” zu sehen sei, hatte ein Investor-Sprecher dies damals zu erklären versucht. Emotionen hin, Emotionen her, auf alle Fälle halt typisch für die unterschwellige Sichtweise von Deutschland hier in Schweden. Selbst in den Schwedischen Vorstandsetagen hat man also immer noch nicht begriffen, daß der zweite Weltkrieg schon mehr als 60 Jahren zu Ende ging. Auch wenn Leif Östling sich später dazu gezwungen sah für seine Aussagen um Entschuldigung zu bitten, so wissen wir Deutsche jetzt zumindest daß man halt auch im Hause Wallenberg (Haupteigentümer von Scania) noch immer nicht einsehen will, daß es einiges an Vergangenheitsbewältigung insbesondere in den eigenen Reihen zu tun gibt. Ich muss wohl nicht näher darauf eingehen, daß der Name der Familie Wallenberg auch im oben schon erwähnten Buch von S. Thorsell fleissig kursiert.

Wie dem auch sei, gute Besserung Peter !

P.s.: Peter Antoine hat unter anderem bei Assyriska FF in Södertälje erfolgreich als Trainer gearbeitet. Ein Club der von Flüchtlingen aus dem nahen und mittleren Osten gegründet wurde, under bei dem in jeder Mannschaft, von den Schülern bis zu den Altherren, so gut wie sämtliche Spieler einen Migrationshintergrund haben. Ein eingefleischtes Nazischwein hätte einen solchen Job wohl unter keinerlei Umständen angenommen …

Mittwoch, 16 April, 2008

Schwedische Polizisten: eifrige Eingreifer oder müde Betrachter ?

Veröffentlicht in Polizei und Rechtswesen um 10:04 am von Knäcke Blöd

Das Wohnmobil, das im Herbst 2007 schon seit einigen Tagen auf der viel befahrenen Barnhusbrücke zwischen den Stockholmer Stadtteilen Kungsholmen und Vasastan stand, erweckte zweifelsfrei Verwunderung bei allen Fußgängern und Radfahrern, die sich täglich daran vorbeibewegten. Ein paar Meter hinter dem Wohnmobil stand ein Warnungsdreieck auf der Fahrbahn, auf dem Radweg stand eine Gehhilfe, ein „Rullator“ wie man hier in Schweden sagt. Jemand hatte dann auch noch ein blau-weiss-gestreiftes Plastikband um das Wohnmobil gewickelt, was den Anschein erwecken hätte können, die Polizei hätte das Gefährt untersucht oder abgesperrt. Manchmal lehnte ein Gehstock am Gefährt und manchmal stand eine Platsikschale mit Wasser neben einer Falltreppe, die man aus dem Wagen auf den Gehweg rausgeklappt hatte.

Auf dieser Brücke begegnet man auch des öfteren „Länspolismästaren“ Carin Götblad, die im Bezirk Stockholm als Chef der Polizeiorganisation arbeitet. Bei ihrer kurzen Radtour von ihrer Wohnung in Vasastan rüber zum „Polishus“ (Hauptgebäude der Stockholmer Polizei) auf Kungsholmen konnte ihrem scharfen Blick wohl dieses Wohnmobil, das ansonsten wohl allen anderen ins Auge stach, wohl nicht entgehen. Schliesslich herrscht auf dieser Seite der Fahrbahn auf der Brücke uneingeschränktes Halteverbot, von Parken da schon mal ganz zu schweigen. Nichtsdestotrotz stand das Gefährt dann aber doch fast 2 Wochen dort.

Als der Gestank von Urin aus dem Wagen dann immer eindringlicher wurde, versuchte ich in einem Telefongespräch die örtliche Polizeidienststelle darauf aufmerksam zu machen, daß sich eventuell kranke Menschen oder Tiere in diesem Gefährt befinden könnten. Es sollte sich im nachhinein herausstellen, daß ich nicht der einizige war der dort angerufen hatte, obwohl man mir am Telefon zu verstehen geben wollte, daß man dort bei der Polizei nichts von diesem Wohnmobil wusste. Anbei sei noch gesagt, dass der Standort des mystischen Wohnmobils nur ein paar hundert Meter von der Einsatzzentrale der Stockholmer Polizei entfernt liegt und täglich sicherlich dutzende von Streifenwagen über eben diese Brücke fahren.

Mein Telefongespräch an diesem regnerischen Abend fruchtete nicht, es wäre ja auch zu viel verlangt gewesen jemanden in einem Streifenwagen in den Regen rauszuschicken, wo doch am selben Abend auch noch ein entscheidendes Fussballländerspiel zwischen Schweden und Nordirland im Rahmen der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 im Fernsehen gelaufen ist. Wer möchte schon einen Polizisten im Dienst zumuten, auch nur ein paar Minuten eines so bedeutungsvollen Spiels zu verpassen?

Am Morgen danach war das Wohnmobil allerdings weg … dachte ich zumindest als ich mich der Brücke näherte. Auf Höhe des Platzes allerdings, wo es am Abend zuvor noch gestanden hatte, zeugten nur noch ein paar kleine, verkohlte Überreste und etwas Asche vom Gefährt, das da offenbar in einem nächtlichen Brand zerstört wurde. Was da passiert war ist nie richtig geklärt worden. Der Presse konnte man entnehmen, daß bei einem explosionsartigen Brand in diesem Wohnmobil ein Mensch umgekommen war. Die Polizei hatte allerdings am Tag danach keinerlei Ahnung wer das war, denn die Identität dieser Person konnte nicht festgestellt werden ….

Hätte man sich die Mühe gemacht das mysteriöse Gefährt zu untersuchen und Kontakt mit dem oder den Bewohnern darin aufzunehmen, dann hätte man ja schon mal Anhaltspunkte gehabt wer in dem Brand um’s Leben gekommen sein könnte. Meine Auffassung vom inkompetenten schwedischen Polizeiwesen hat dieses Ereignis natürlich nur bestätigt. Denn auch wenn es sich beim Handlungsverlauf, der zum Tode des Bewohners des Wohnmobils angeblich „nur“ um einen Unfall gehandelt haben soll, so hätte ein Streifenbeamter durch engagiertes Eingreifen zumindest mal in Erfahrung bringen können was in dem Wohnmobil da sich abgespielt hat.

Aber auch beim Kampf gegen grobe Verbrechen bekleckert sich die schwedische Polizei nicht gerade mit Ruhm. Der Mord an Olof Palme ist immer noch nicht aufgeklärt, schon alleine das spricht Bände. Bevor ich mich dem Tagesgeschehen an grober Kriminalität zuwende noch ein kurzer Rückblick in’s Jahr 2000. Damals wurde eine junge Frau auf dem Heimweg von einem Volksfest ermordet. Die Fahnder tappen im Dunkeln, gehen aber damals schon von einem Täterprofil aus das auf einen LKW-Fahrer hindeutet. Nach mehreren Hinweisen auf Verdächtige testet man DNA von einen Brummifahrer aus den Niederlanden, der sich zum Tatzeitpunkt in Schweden befunden haben soll. Man fordert auch eine DNA-Analyse von einem Deutschen Brummifahrer an, den man damals in Deutschland gerade des Mordes an mehreren Frauen hatte überführen können. Die DNA-Spuren die man in Schweden gesichert hatte, konnten dann aber weder mit dem Niederländer oder dem Deutschen in Verbindung gebracht werden.

Ein weiterer Hinweis aus der Bevölkerung auf einen Schwedischen Brummifahrer ist dann allerdings „liegengeblieben“, wie das ein Pressesprecher der Polizei vor einigen Tagen ausgedrückt hat. Ein früherer Schulkamerad meldete sich bei der Polizei und konnte aufgrund eines Phantombilds diesen Schwedischen LKW-Fahrer identifizieren. Dieser heute 42-jährige Schwedische LKW-Fahrer war damals schon, im Jahr 2000 mehrmals rechtsgültig wegen sexueller Nötigung von Frauen verurteilt. Der Hinweis auf ihn wurde aber nie bearbeitet, man hat also nie eine DNA-Analyse vorgenommen. Ein Versäumnis das jetzt im Jahre 2008 ein 10-jähriges Mädchen aus Dalarna mit dem Leben bezahlen mußte. Dieses Mädchen verschwand Anfang April 2008 spurlos auf dem Heimweg.

Aufgrund äussert glücklicher Umstände konnte man beweisen, daß der 42-jährige Mann sich in seinem Auto an dem Ort befand wo das 10-jährige Mädchen zum letzten Male lebend gesehen wurde, nur ein paar hundert Meter vom Elternhaus. Nach einer Woche in Haft gestand der 42-jährige nicht nur dieses 10-jährige Mädchen entführt und getötet zu haben, sondern gestand auch den hier oben erwähnten Mord an der jungen Frau aus dem Jahr 2000.

Von daher nochmals die Frage: warum hat man damals im Jahr 2000, DNA von einem Deutschen und einem Holländer untersuchen lassen, aber Hinweise auf einen Schwedischen Täter ignoriert? Man versucht diese brisante Frage von Seiten der Polizei mit Erklärungen auf unzureichende „veraltete“ Computersysteme zu entschärfen, was mir die Haare zu Berge stehen lässt. Computersysteme, die jetzt im Jahre 2008 veraltet sind aber offenbar schon im Jahr 2000 ihren Zweck nicht erfüllt haben? Aber nochmal, meine Frage: warum wurde DNA von einem Deutschen und von einem Holländer untersucht? Warum sind Hinweise auf „Ausländer“ nicht genauso „liegengeblieben“ wie Hinweise auf einen möglichen Schwedische Täter? Zufall? Ja, es muß wohl Zufall gewesen sein, denn wie wir ja wohl alle wissen ist es ja vööööööööööllig ausgeschlossen daß man gegen Ausländer in Schweden andere Maßstäbe anlegen würde als gegen Schwedische Staatsbürger. Vööööööllig ausgeschlossen …

Und nun zu dem glücklichen Umstand daß der 42-jährige geständige Täter jetzt überführt werden konnte. Bekannte des ermordeten 10-jährigen Mädchens haben vom Opfer wenige Minuten vor der Entführung Bilder mit der Kamera eines neuen Handy’s aufgenommen. Nur kurz darauf ist der Täter in seinem roten Auto an der selben Stelle vorbeigefahren, und die Bekannten des Opfers wollten die Kamera im Handy an einem Objekt in Beweung testen. Ohne diese Bilder von Opfer (auf dem Fahrrad) und Täter (im Auto) würden die schwedischen Ermittlungsbehörden auch heute noch im Dunklen tappen. Man muß es schon als glücklichen Umstand werten, daß die stümperhaften Schwedischen Ermittlungsbehörden nicht nochmals entscheidendes Beweismaterial einfach „liegengelassen“ haben ….

Heute wurde zudem bekannt daß die Einsatzleitung schon am ersten Tag der Suche nach dem verschwunden Mädchen den Mann im roten Auto angerufen hatte, weil man sich Hinweise auf den Tathergang erhoffte. Die Einsatzleitung hatte keinerlei Information darüber, daß der Mann im roten Auto ein schon mehrmals vorbestrafter Gewalttäter war. Der jetzt geständige Mörder hat also durch diesen Anruf indirekt darüber Bescheid erhalten daß er am Tatort gesehen wurde. Dies gab ihm Möglichkeit eventuelle Beweise zu beseitigen. Aber das nur als kleines Detail in der amateurhaften Vorgehensweise der Schwedischen Polizei erwähnt, denn letztendlich ist das traurige Fazit halt doch die Einsicht, daß das 10-jährige ermordete Mädchen noch am Leben sein könnte wenn die ermittelnden Behörden wesentlich professioneller und engagierter gehandelt hätten.

Und die Moral von der Geschicht, trau’ den schwedischen Bullen nicht …. oder wie lange müssen wir hier in diesem Land noch darauf warten, daß die Polizei endlich anfängt professionell zu arbeiten.

Donnerstag, 10 April, 2008

Hallo Deutschland !

Veröffentlicht in Allgemein um 7:34 am von Knäcke Blöd

Herzlichst gegrüsst aus der Schwedischen Hauptstadt. Würde mich über zahlreichen und regelmäßigen Besuch auf meinen Bloggseiten sehr freuen.

Möchte gleichzeitung um Verständniss dafür bitten, daß mein Deutsch sicherlich in keiner Weise mehr einwandfrei ist.

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